La Belle Dame Sans Merci von John Keats

Wir schlossen ein kürzliches Treffen mit einem künstlerischen Angebot: Margits Lesung von John Keats' Gedicht La Belle Dame Sans Mercidie wir mit unseren aktuellen Studien über Hessen in Verbindung brachten. Vor einem Jahr, als wir Keats studierten, schlug während unseres Treffens ein Blitz in den 200 Fuß hohen Mammutbaum ein, so dass der Airedale aus tiefem Schlummer auf Dans Schultern sprang. Wie Narcissus zu Goldmund sagte: Wach auf!

Hier ist das Video für diejenigen, die Margits Rezital mit musikalischer Begleitung hören möchten.

La Belle Dame Sans Merci von John Keats

La Belle Dame Sans Merci
Von John Keats (1819)

Oh, was kann dich kränken, Ritter, 
       Alleine und blass herumlungernd? 
Die Segge ist vom See verdorrt, 
       Und keine Vögel singen. 

Oh, was kann dich kränken, Ritter, 
       So abgehärmt und jämmerlich? 
Der Kornspeicher des Eichhörnchens ist voll, 
       Und die Ernte ist eingebracht. 

Ich sehe eine Lilie auf deiner Stirn, 
       Mit Angst feucht und Fieber-Tau, 
Und auf deinen Wangen eine verblassende Rose 
       Auch schnell verblasst. 

Ich traf eine Dame in den Auen, 
       Voll schön - ein Feenkind, 
Ihr Haar war lang, ihr Fuß war leicht, 
       Und ihre Augen waren wild. 

Ich habe eine Girlande für ihren Kopf gemacht, 
       Und Armbänder auch, und duftende Zone; 
Sie sah mich an, wie sie Liebe machte, 
       Und machte süßes Stöhnen 

Ich setzte sie auf mein schreitendes Ross, 
       Und nichts anderes sah den ganzen Tag lang, 
Denn seitwärts würde sie sich beugen und singen 
       Das Lied einer Fee. 

Sie fand meine Wurzeln des Genusses süß, 
       Und wilder Honig, und Manna-Tau, 
Und sicher in fremder Sprache sagte sie- 
       'Ich liebe dich wirklich'. 

Sie nahm mich mit zu ihrer Elfengrotte, 
       Und da weinte und seufzte sie voll Wut, 
Und dort schloss ich ihre wilden Augen 
       Mit Küsschen 4. 

Und dort lullte sie mich in den Schlaf, 
       Und da träumte ich - ach! wehe! 
Der letzte Traum, den ich je geträumt habe 
       Auf der kalten Hügelseite. 

Ich sah auch blasse Könige und Prinzen, 
       Bleiche Krieger, totenbleich waren sie alle; 
Sie riefen - "La Belle Dame sans Merci 
       Thee has in thrall!' 

Ich sah ihre ausgehungerten Lippen in der Dämmerung, 
       Mit schrecklicher Warnung klaffte weit, 
Und ich wachte auf und fand mich hier wieder, 
       Auf der Seite des kalten Hügels. 

Und das ist der Grund, warum ich mich hier aufhalte, 
       Alleine und blass herumlungernd, 
Obwohl die Segge vom See verdorrt ist, 
       Und keine Vögel singen.

Geschrieben von Bruce Donehower
19. September 2020